Dienstag, 27. November 2012

GURKEN UND KRAUT

Seit einigen Tagen stapeln sich mehr als 300 Gläser mit eingelegten Gurken und Kraut in unserem Keller. Abgesehen vom persönlichen Genuss unterstütze ich damit das private Projekt Direkthilfe Roma und verteile jetzt fast täglich per Rad die neuen Bestellungen. Es ist ein kleiner Beitrag für eine bessere Zukunft der Roma, es ist zugleich mein Protest gegen das verschärfte Bettelverbot in Salzburg und die feindselige Haltung gegenüber Armut in unserer Stadt.

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Mittwoch, 21. November 2012

JAHRESTICKET

Keine Energiewende ohne Mobilitätswende: Deshalb brauchen wir günstigere Jahrestickets für alle Bundesländer, wie Wien und jetzt auch Vorarlberg es vorzeigen. 365 Euro für eine Jahreskarte auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln lautet die Ansage. Und für Jugendliche soll es das Jahresticket um 60 Euro geben - so wie in Wien. Und das Wiener Jugendticket kann noch mehr: es gilt auch für alle Fahrten in Niederösterreich und im Burgenland!

Donnerstag, 1. November 2012

DAGEGEN ODER DAFÜR

wenn die Argumente ausgehen, bekommen wir Grünen gern zu hören "ihr seid ja immer nur dagegen". Ja? also grad gestern im Landtag wurde unser Antrag FÜR die Erstellung eines energiepolitischen Masterplans (wie er im übrigen von LH-Stv. Haslauer eingemahnt wurde) von SPÖ und ÖVP abgelehnt. Und der Antrag FÜR 1,5% Energieeinsparen als Grundlage für weitere energiepolitische Programme wurde ebenfalls abgelehnt. Wer also sind die wahren Verhinderer, wenn es um nachhaltige Energie- und Klimapolitik geht? - Unser Anträge FÜR einen Wasserkraft-Masterplan und FÜR ein Windkraft-Regionalprogramm wurde übrigens ... ebenfalls abgelehnt. Auch unser Antrag FÜR eine Ökologisierung der Wirtschaftsförderung wurde .....

Dienstag, 23. Oktober 2012

WASSERKRAFT

Die Mur droht endgültig zum Spielball der verfehlten Energiepolitik zu werden: um das geplante Ausleitungskraftwerk Kendlbruck ist ein wildes Taktieren zwischen ÖVP und SPÖ ausgebrochen, ein richtiger Phrasen-Wettlauf um angeblichen Klimaschutz, langfristige Arbeitsplätze, unberührte Natur und die ewige Liebe zum Lungau. So konsequent und überladen mit ökologischer Unbedarftheit, als wollte diese Landesregierung mit vereinten Kräften noch einmal beweisen, wieviel Schaden man innerhalb einer Legislaturperiode im Umweltbereich anrichten kann. DAS aber dafür NACHHALTIG.

Sonntag, 14. Oktober 2012

DICKE LUFT

Salzburgs Luftgüte ist alles andere als bio. Zuviel Stickstoffdioxid N2O und zuviel Feinstaub PM10 schaden der Gesundheit und belasten vorallem sensible Bevölkerungsgruppen wie Kinder, ältere und kranke Menschen. - Vor kurzem haben wir Grüne scharf kritisiert, dass Salzburg bei der EU-Kommission um Verlängerung einer Ausnahmefrist für die Einhaltung der Grenzwerte bei N2O angesucht hat. Die EU hat das Ansuchen abgelehnt und Salzburg ist jetzt ordentlich unter Zugzwang geraten, endlich wirksamere Maßnahmen gegen die dicke Luft zu setzen. Der steigende Verkehr ist auch hier Hauptverursacher der Luftbelastung und die heutige ORF-Ankündigung von LR Blachfellner, Fahrverbote und Umweltzonen zu verordnen, kann ich nur uneingeschränkt befürworten. Es ist höchste Zeit zu handeln.

Samstag, 30. Juni 2012

BULB FICTION

Nach "Plastic Planet" war ich gespannt, wie sich der Dokumentarfilm "Bulb Fiction" mit dem Thema Energiesparlampen auseinandersetzt. In Zeiten wachsender Vertrauenskrisen auf allen Ebenen ist es zulässig und erwünscht, auch sogenannte umweltfreundliche Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Werbeschwindel und Greenwashing finden statt, von der gesunden Milchschnitte bis zum Wasserkraftwerk bekommt alles ein Öko-Mascherl, als wäre jetzt jedes Produkt im Einklang mit der Natur. Da ist das Misstrauen schnell geweckt, wenn am Beispiel Energiesparlampe die Quecksilbergefahr mit EU-Verschwörungstheorien und abfallwirtschaftlichen Missständen kombiniert wird. Etwas zu einfach werden beachtliche Mängel bei Produktion und Entsorgung der Energiesparlampe "umgehängt", als gäbe es nicht seit Jahrzehnten dieselben Probleme bei Neonröhren und anderen schwermetallhaltigen Produkten.
Wer auf konkrete Lösungen wartet, wird enttäuscht sein. Dass sich geringe Rücklaufquoten schlagartig mit einem Pfandsystem steuern lassen, bleibt ebenso unerwähnt wie das komplette Thema der LED-Technologie.
Bulb Fiction schießt weit über das Ziel hinaus und spielt gekonnt mit den Mitteln der Verunsicherung: kranke Kinder, geheime Akten, Missstände. Der Fokus auf die Energiesparlampe blendet aus, dass wir täglich von zahlreichen Problemprodukten umgeben sind, die neben Quecksilber auch Blei, Cadmium und andere hochgiftige Substanzen enthalten. So verdichtet sich die Botschaft des Films schließlich zum Kampf für die gute alte Glühbirne, in Form der neuen "Heatballs".
Bulb Fiction, in Wahrheit eine Persiflage, und wir haben es erst am Schluss gemerkt?

Sonntag, 17. Juni 2012

NICHT UMWELTVERTRÄGLICH

Der unabhängige Umweltsenat in Wien hat die höchst umstrittene Skigebietserweiterung Piesendorf-Hochsonnberg als nicht umweltverträglich eingestuft und die Bewilligung versagt. Im Mittelpunkt dieser Entscheidung steht die Frage der "Interessensabwägung", ob vielfältige, schwerwiegende Eingriffe in Landschaft und sensible Ökosysteme durch wirtschaftliche Interessen überwogen werden können. Der Umweltsenat bemängelte zum einen die niedrige Höhenlage der geplanten Abfahrten und deren Süd-West-Lage, die eine durchgehende und aufwändige künstliche Beschneiung erforderlich machten. Weiters würden landesweit geltende Richtwerte für die Pistenbreite im überwiegenden Teil des Projektes nicht eingehalten und die Skigebietserweiterung würde zu keiner Attraktivierung eines hochgelegenen Skigebietes führen.
Insgesamt kam der Umweltsenat zum Ergebnis, dass der behauptete Nutzen des geplanten Projektes erhebliche Schwächen aufweisen und in keinem Verhältnis zum dauerhaften und vollständigen Verlust von Lebensräumen streng geschützer Tier- und Pflanzenarten stehen würde.
Ein rechtlich und fachlich höchst lesenswerter Bescheid.
BESCHEID-HOCHSONNBERG-UMWELTSENAT-vom-12-06-2012 (pdf, 466 KB)

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