Sonntag, 4. Dezember 2011

ERSTER SOLAR-SKILIFT DER WELT

solarlift2aIm Schweizer Ort Tenna wurde jetzt der erste Solar-Skilift errichtet. Verrückt oder visionär? Die Meinungen gehen auseinander, doch unbestritten ist der Ansatz lohnend, technische Anlagen multifunktional zu errichten. Und wenn eines Tages der Schnee ausbleibt, so erzeugen die Solarmodule wenigstens elektrische Energie.
Etwas weiter gedacht, sollten im Grunde sämtliche neuen Anlagen - vom Wohnhaus bis zur Industriehalle, von der Lärmschutzwand, dem Sportstadion bis zum Schilift - nur noch unter maximaler Integration von Solarenergie-Bauteilen errichtet werden. Und parallel dazu müssen wir den Gesamtenergieverbrauch senken, aus fossiler Energie aussteigen und die Energie-Effizienz steigern. - Nur in diesem Kontext lassen sich Wirtschaftsförderungen rechtfertigen.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

NEUER PRÜFAUFTRAG IN SACHEN 380-kV-LEITUNG

Vorab: wir brauchen diese 380-kV-Leitung überhaupt nicht. - Die APG Austrian Power will sie, um ihre Gelddruckmaschinen "Pumpspeicherkraftwerke" besser an den internationalen Strommarkt anzudocken. Wie sonst könnten sich 400 Millionen Euro Gesamtinvestition mit einer Jahreserzeugung von 700 GWh rechnen? Und dafür müssen 85 Millionen m³ Wasser erst einmal hochgepumpt werden, mehrmals, um dann in Druckleitungen durch die Turbinen geschickt zu werden. Aber nur, wenn der Preis stimmt, und das ist im Schnitt nur ca. 4 Stunden pro Tag der Fall. Und so steht der Verdacht im Raum, dass es bei Limberg und der 380-kV-Leitung, die uns die APG als Freileitung quer durch ganz Salzburg buchstäblich aufs Aug' drücken will, nicht im mindesten um Versorgungssicherheit oder gar Energiewende geht, sondern einfach nur um die ganz große "Kohle". Und wieviel Atomstrom über Stromtransfer (jpg, 121 KB) mit im Spiel ist, steht noch auf einem anderen Blatt.
Höchste Zeit, diese Art von Stromgeschäften zu hinterfragen und abzustellen: ob sich eine Alpenkonvention solchen Projekten einfach unterwerfen muss? Ob eine Interessensabwägung im Naturschutzverfahren tatsächlich zu dem Ergebniss kommen muss, dass die 380-kV-Freileitung unverzichtbar ist? - Der jüngste Beschluss im Salzburger Landtag, diese Rechtsfragen im Vorfeld des kommenden UVP-Verfahrens nochmals zu prüfen, eröffnet jedenfalls neue rechtliche Perspektiven.

Donnerstag, 17. November 2011

LÄRMSCHUTZ

Endlich, der Salzburger Flughafen hat ab 2012 ein Budget für Lärmschutz-maßnahmen beschlossen. Aus Sicht der AnrainerInnen ein wichtiges Signal für dringend anstehende Sanierungsmaßnahmen: denn die alten Fenster wurden vor 30 Jahren eingebaut und damals vom Flughafen finanziert. Jetzt steht der Fenstertausch an und es ist nur fair, diese notwendigen Lärmschutzmaßnahmen wieder zu unterstützen. - Die ersten Interessenten haben sich schon gemeldet.

Sonntag, 13. November 2011

MIT DEM FLUGZEUG ZUM SCHNEE

Um 99 Euro gibt es einen Schitag im Zillertal oder am Patscherkofel inclusive Schiverleih, Lift-Tageskarte, Bier, Schokoriegel und Flugticket Wien-Innsbruck-Wien. Ein wahres Schnäppchen, wenn in der Lift-Tageskarte auch 1000 Flugkilometer inbegriffen sind. Wer setzt sich da noch ins schnöde Auto, wenn man von Wien nach Innsbruck fliegen kann und dort gratis-Schi und Bier-Gutschein warten?
Nicht viel mehr kostet der Schitag mit Anreise von London: 174 Euro für den Samstag-Flug mit Ryanair nach Salzburg, Transfer nach Maria Alm, Schiausrüstung, Pistenvergnügen und am Abend mit Ryanair wieder zurück nach Stansted. Satte 2600 Flugkilometer für einen Schitag?

Samstag, 12. November 2011

BRAUCHEN WIR DIE TICKET-MATURA?

Bezirksjugendgespräch Hallein: Bus und Bahn sind für Jugendliche zu teuer, das Tarifsystem kompliziert und unlogisch. Die Jugendlichen empfinden es als ungerecht, wenn sie auf Bus und Bahn angewiesen sind und für relativ kurze Strecken viel bezahlen müssen oder keine Ermäßigungen bekommen.
Kompliziert und teuer: Wenn ich mit meinen Tourismus-StudentInnen per O-Bus von Klessheim zum Bahnhof will, müssen wir Kernzonen-Ticket plus 1€-Aufschlag pro Fahrt und Person zahlen, macht 5,20 für Bahnhof-retour. Hier stimmen Preis und Leistung nicht mehr zusammen. Außerdem kann ich den Aufschlag nur direkt beim Busfahrer lösen, aber nicht im Vorverkauf, das ist für mich veraltet und mangelnde Convenience. - Auch der Anruf im Ticketservice brachte keine Lösung. Doch bekam ich von Insidern einen Tipp: man kann "eine Außenzone" beim ÖBB-Automaten lösen, auch für Gruppen und bargeldlos.
Unlogisch: Meine ÖBB-Vorteilscard gilt nur im Zug, nicht in ÖBB-Bussen. Dasselbe Problem gilt auch für die Jugend-Vorteilscard. Familien-Card und SeniorInnen bekommen auch im Bus den Halbpreis. Mutter mit Kind und Familien-Card fährt zum Halbpreis, dieselbe Mutter mit Familien-Card ohne Kind muss Vollpreis zahlen.

Dienstag, 8. November 2011

NICHTRAUCHERSCHUTZ

rauchverbotEine aktuelle Erhebung der Wiener Ärztekammer hat ergeben:
Viele Wiener Lokale ignorieren den Nichtraucherschutz. Verbindungstüren stehen offen, Rauchen im Nichtraucherbereich ist erlaubt, Kennzeichnungen fehlen. Am schlechtesten schnitten Diskotheken ab. Für die Angestellten steigt das Krebsrisiko an einem derart verqualmten Arbeitsplatz um 20 Prozent an, die Feinstaubbelastung ist höher als an verkehrsreichen Straßen. Zeit für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten? Beileibe nicht, laut Wiener Wirtschaftskammer besteht kein Handlungsbedarf, das Tabakgesetz "funktioniert", Gäste und Wirte wären zufrieden. - Wie ist das mit CSR und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft ...?

Montag, 7. November 2011

FAIRTRADE

fairtradeDer Verkauf von Fairtrade-Produkten ist im ersten Halbjahr 2011 um 13 Prozent gestiegen, beim Fairtrade-Kaffee beträgt der Zuwachs sogar 23 Prozent.
Fairtrade steht für Armutsbekämpfung von Kleinbauern-Kooperativen, für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz, für Frauenrechte, Mutterschutz, Schulbildung, Biodiversität, Klimaschutz.
Mehr als 600 Produkte in Österreich tragen das Fairtrade-Gütesiegel. - Jeder Einkauf ist eine politische Entscheidung.

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