AUTOS IN DER STADT
Die Stadtregierung von Zürich hat diesen Sommer beschlossen, innerhalb der nächsten 10 Jahre 18.000 private Parkplätze, die vorwiegend von Angestellten und Pendlern genutzt werden, einzusparen. Diese Entscheidung ist von der Überzeugung getragen, dass die an Nachhaltigkeite orientierte Stadte in Zukunft nur durch gestärkte soziale Bindungen und hohe ökologische Qualität bestehen kann. Parkende Autos sind mit diesen beiden Zielen nicht wirklich vereinbar, sie verstellen den wertvollen öffentlichen Raum, den wir für die Begegnung von Menschen und für Grünräume in Siedlungen brauchen.
Anders in Salzburg: Die Mozartstadt ist in Wahrheit eine Autostadt und zeigt eine erstaunliche Resistenz gegen Fußgängerzonen. Das tatsächliche Ausmaß dieses Widerstands zeigt sich jetzt seit Inbetriebnahme der Poller: Als Tourismusmetropole schmückt man sich gern mit einer schicken Fußgängerzone, doch im Einzelfall wird gefeilscht und geschwindelt, werden sogar Fernsteuerungen verborgt und Zufahrtscodes weitergegeben. Es weht ein Geist von "freie Fahrt für freie Bürger" durch diese Stadt, als wären Fußgängerzonen ein Eingriff in Menschenrechte. Es wird gegen die Pferdekutschen mobil gemacht, wegen unerträglichen Gestanks und der Straßenschäden durch die Hufeisen. Doch möchte ich zur Ehrenrettung der Pferde doch festhalten, dass die bekannt überhöhten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte in Salzburg nicht von den Pferden stammen.
In dieses Bild passt, dass in der Stadt Salzburg von Jänner bis Mai 2010 österreichweit die meisten SUVs neu zugelassen wurden.
Anders in Salzburg: Die Mozartstadt ist in Wahrheit eine Autostadt und zeigt eine erstaunliche Resistenz gegen Fußgängerzonen. Das tatsächliche Ausmaß dieses Widerstands zeigt sich jetzt seit Inbetriebnahme der Poller: Als Tourismusmetropole schmückt man sich gern mit einer schicken Fußgängerzone, doch im Einzelfall wird gefeilscht und geschwindelt, werden sogar Fernsteuerungen verborgt und Zufahrtscodes weitergegeben. Es weht ein Geist von "freie Fahrt für freie Bürger" durch diese Stadt, als wären Fußgängerzonen ein Eingriff in Menschenrechte. Es wird gegen die Pferdekutschen mobil gemacht, wegen unerträglichen Gestanks und der Straßenschäden durch die Hufeisen. Doch möchte ich zur Ehrenrettung der Pferde doch festhalten, dass die bekannt überhöhten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte in Salzburg nicht von den Pferden stammen.
In dieses Bild passt, dass in der Stadt Salzburg von Jänner bis Mai 2010 österreichweit die meisten SUVs neu zugelassen wurden.
Astrid Rössler - 2. Sep, 21:46
