LEBENSADER MUR
Unter dem Vorwand des Klimaschutzes läuft derzeit ein Großangriff der Energiekonzerne auf unsere wertvollsten Flüsse, Salzach und Mur. Mit groß angelegten PR-Kampagnen wird den Menschen das Märchen von der Öko-Wasserkraft im wahrsten Sinne des Wortes auf's Aug' gedrückt: massenhaft Inserate im 4-Farben-Druck, dazu ein Werbe-Stadtbus im "Wasserkraft-Design", alles öko? Aber dann gibt es die rebellischen Lungauer, die ihre Mur nicht einfach in einem Ausleitungsrohr verschwinden lassen wollen. Wer den Fluss kennt und dort lebt, der lässt sich offenbar von Öko-Phrasen nicht beeindrucken. Mehr als 6000 UnterstützerInnen hat die Petition für den Schutz der Mur bereits, unter Ihnen auch zwei der ganz großen Ökopioniere - Prof. Eberhard Stüber und Prof. Bernd Lötsch. Sie sprechen vom steigenden Wert des fließenden Wassers und von der Kraft eines Wildflusses. Es sind die Ressourcen des Lebens und der Zukunft, die wir den Kraftwerksplänen der Stromlobby nicht überlassen dürfen. Deshalb ist es höchst an der Zeit, auf die Barrikaden zu steigen und die weitere Zerstörung unserer Flüsse, unserer Lebensadern zu stoppen.
Astrid Rössler - 11. Mai, 23:57

Mit "Sonnenscheinen" haben engagierte Menschen auf dem Dach der Waldviertler Werkstätten eine PV-Anlage errichtet. Dieses Solardach ist inzwischen 899 m2 groß und erzeugt jährlich 115.000 kWh Strom. Damit ist der gesamte Energiebedarf von Schuhwerkstatt, GEA Akademie und Gästehaus abgedeckt. Und Heini Staudinger plant für 2012 schon die nächsten 2000 m2 PV auf den Dächern von Gemeindegebäuden.
Im Lungau wurde ein Wolf geortet, eine wunderbare Nachricht. Trotz mancher Vorbehalte - Luchs, Wolf und Braunbär sollten auch im Land Salzburg wieder einen Lebensraum finden können. Es sind prachtvolle, einzigartige Tiere, die wichtige Funktionen im ökologischen Gleichgewicht erfüllen. Afrikanische Safaris werben mit "The Big Five" - sie stehen für Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard - wir sollten wenigstens unsere "heimischen Drei" wieder beherbergen. Genau dafür wäre der Nationalpark Hohe Tauern das passende Revier. Wenn schon das Nationalpark-Gesetz überarbeitet werden soll, dann in Richtung Natur und nicht in Richtung Bauprojekte, Ausbeutung und Profit.