SOGENANNTE LOSTAGE
Am 17. November 2009 stand die Konstituierende Sitzung des Olympia-Untersuchungsausschusses auf dem Programm. Von jeder der vier im Landtag vertretenen Parteien wurden je zwei Abgeordnete in den Ausschuss entsandt, der sich damit aus acht stimmberechtigten Personen zusammensetzt.
Rechtsgutachten: Da der Untersuchungsgegenstand in der Landtagssitzung am 4. November gegen unseren Willen eingeschränkt worden war, ließen wir diese Frage durch ein Rechtsgutachten untersuchen. Ass.Prof. Dr. Karim Giese kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die Einschränkung des Untersuchungs-gegenstandes verfassungswidrig und damit absolut nichtig wäre. Nach ausführlicher Debatte kamen die Parteien überein, ein weiteres Rechtsgutachten zu dieser Frage einzuholen und dieses möglichst rasch zu beauftragen.
Vorsitz des U-Ausschusses: Bei der Frage des Ausschuss-Vorsitzes beharrte die SPÖ auf ihrem Vorschlag, den Untersuchungsausschuss selbst leiten zu wollen. Damit wurde in Salzburg erstmals mit der Tradition gebrochen, dass die antragstellende Partei den von ihr eingesetzten Untersuchungsausschuss auch selbst leitet. Von den GRÜNEN wurde ich als Kandidatin nominiert und erhielt auch die Unterstützung der FPÖ. Die ÖVP hatte zwar an diesem Tag noch aufhorchen lassen, dass sie bei der Vorsitzfrage an das Regierungsabkommen nicht gebunden wäre. Trotz geheimer Abstimmung fehlte ihr letztlich der Mut, eine GRÜNE Vorsitzende zu akzeptieren. So kam es in zwei Wahlgängen zu einer 4 : 4 Pattstellung. Die laut Geschäftsordnung in diesem Fall vorgesehene Entscheidung durch Los fiel dann auf mich und so bekam der Olympia-Untersuchungsausschuss am Ende doch noch einen GRÜNEN Vorsitz.
Auf die beiden Regierungsparteien wirft das wahrlich kein gutes Licht. Hatten sie doch die Einsetzung des Untersuchungsausschusses belächelt, und die SPÖ sprach sogar von voller Unterstützung. Inzwischen hat sich diese Begeisterung restlos gelegt und ist einer Blockadestrategie gewichen, die Nährstoff für jede Menge Vermutungen bietet. Wozu soviel Aufwand, wenn es doch angeblich nichts zu verheimlichen gibt? Wozu verbeißt sich ausgerechnet die SPÖ in den Vorsitz, wenn mit Burgstaller, Raus und Schaden drei führende Politiker in den entscheidenden Gremien der Olympiabewerbung saßen? Und warum sollte die ÖVP durch ihr stures Stimmverhalten einen SPÖ-Vorsitz durch Losentscheid riskieren, wenn nicht aus triftigen Gründen zum eigenen Schutz?
In der Öffentlichkeit sorgt diese Vorgangsweise rund um den Start des Untersuchungsausschusses zumindest für großes Unverständnis, und selbst in den Reihen der SPÖ- und ÖVP-Abgeordneten hört und spürt man Unbehagen. Für mich die Bestätigung, dass ich mit meinem Wunsch nach Aufklärung nicht so falsch liege.
Rechtsgutachten: Da der Untersuchungsgegenstand in der Landtagssitzung am 4. November gegen unseren Willen eingeschränkt worden war, ließen wir diese Frage durch ein Rechtsgutachten untersuchen. Ass.Prof. Dr. Karim Giese kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die Einschränkung des Untersuchungs-gegenstandes verfassungswidrig und damit absolut nichtig wäre. Nach ausführlicher Debatte kamen die Parteien überein, ein weiteres Rechtsgutachten zu dieser Frage einzuholen und dieses möglichst rasch zu beauftragen.
Vorsitz des U-Ausschusses: Bei der Frage des Ausschuss-Vorsitzes beharrte die SPÖ auf ihrem Vorschlag, den Untersuchungsausschuss selbst leiten zu wollen. Damit wurde in Salzburg erstmals mit der Tradition gebrochen, dass die antragstellende Partei den von ihr eingesetzten Untersuchungsausschuss auch selbst leitet. Von den GRÜNEN wurde ich als Kandidatin nominiert und erhielt auch die Unterstützung der FPÖ. Die ÖVP hatte zwar an diesem Tag noch aufhorchen lassen, dass sie bei der Vorsitzfrage an das Regierungsabkommen nicht gebunden wäre. Trotz geheimer Abstimmung fehlte ihr letztlich der Mut, eine GRÜNE Vorsitzende zu akzeptieren. So kam es in zwei Wahlgängen zu einer 4 : 4 Pattstellung. Die laut Geschäftsordnung in diesem Fall vorgesehene Entscheidung durch Los fiel dann auf mich und so bekam der Olympia-Untersuchungsausschuss am Ende doch noch einen GRÜNEN Vorsitz.
Auf die beiden Regierungsparteien wirft das wahrlich kein gutes Licht. Hatten sie doch die Einsetzung des Untersuchungsausschusses belächelt, und die SPÖ sprach sogar von voller Unterstützung. Inzwischen hat sich diese Begeisterung restlos gelegt und ist einer Blockadestrategie gewichen, die Nährstoff für jede Menge Vermutungen bietet. Wozu soviel Aufwand, wenn es doch angeblich nichts zu verheimlichen gibt? Wozu verbeißt sich ausgerechnet die SPÖ in den Vorsitz, wenn mit Burgstaller, Raus und Schaden drei führende Politiker in den entscheidenden Gremien der Olympiabewerbung saßen? Und warum sollte die ÖVP durch ihr stures Stimmverhalten einen SPÖ-Vorsitz durch Losentscheid riskieren, wenn nicht aus triftigen Gründen zum eigenen Schutz?
In der Öffentlichkeit sorgt diese Vorgangsweise rund um den Start des Untersuchungsausschusses zumindest für großes Unverständnis, und selbst in den Reihen der SPÖ- und ÖVP-Abgeordneten hört und spürt man Unbehagen. Für mich die Bestätigung, dass ich mit meinem Wunsch nach Aufklärung nicht so falsch liege.
Astrid Rössler - 21. Nov, 22:28

Eine Woche vor dem Start des Olympia-Untersuchungsausschusses im Landtag stehen die Zeichen auf Sturm: trotz mehrmaligen Nachfragens werden wir über den aktuellen Stand der Vorbereitungen nicht informiert.