SALZBURG UND KLIMASCHUTZ??
Salzburg hinkt seinen Verpflichtungen in Sachen Klimaschutz und CO2-Reduktion weit hinterher. Die Kluft zwischen Realität und Schönfärberei wird täglich größer. Man rettet sich mit neuen Kooperations- vereinbarungen über die Runden, wie kürzlich unter dem Titel "Starke Partner für den Klimaschutz" veröffentlicht wurde. Blachfellner-Schmalz-Gasteiger sind auf dem Foto beim feierlichen Unterzeichnen abgebildet. Blumige Schlagworte vom Klimabündnis- betrieb bis zum Umweltzeichen werden bemüht, als wäre Salzburg der Vorreiter.Die Fakten: Im Klimabündnis Österreich haben sich Bundesländer, Städte, Gemeinden, Schulen und Betriebe zusammengeschlossen, um konkrete Schritte zum Schutz der Erdatmosphäre zu setzen.
Die Mitglieder verpflichten sich,
* zur Halbierung der Treibhausgas-Emissionen (insb. CO2) bis zum Jahr 2030,
* zum Verzicht auf Tropenholz und klimaschädlicher Gase (z.B. FCKW),
* zur Unterstützung von PartnerInnen im Amazonasgebiet und Schutz des Regenwaldes.
Wie steht es um die Begeisterung für Klimaschutz im Land Salzburg seit 1991:
Nach 18 Jahren gibt es nur 34 Klimabündnisgemeinden von 119, das sind gerade einmal 29%.
Bescheidene 11 Schulen von 439 sind im Klimabündnis, das sind erst 2,51%.
Und geradezu homöopathisch sind die 0,36% der Betriebe: Von mehr als 28.000 Salzburger Betrieben (aktive WK-Mitglieder) sind ganze 101 ein Klimabündnis-Betrieb.
Der Weg mag gut sein, doch Tempo und Teilnehmerzahl sind einfach viel zu wenig. Eine schriftliche Anfrage an das Ressort ist dringend angesagt.
Astrid Rössler - 28. Jun, 18:45


