RECHNUNGSHOFBERICHT FLUGHAFEN, Teil 2
Morgen steht der Rechnungshofbericht im Ausschuss des Landtages auf der Tagesordnung. Bei genauer Durchsicht tauchen massenweise Fragen auf, genau gesagt 80 vorbereitete Fragen für morgen: wozu 6 VIP-Karten im Fußballstadion (15.000 € pro Jahr), wozu Festspielkarten um 89.000 € (2006) und 75.000 € (2007), warum Freiflüge für "Bedienstete von Gebietskörperschaften", wozu 176.000 € Bewirtungskosten für Kunden und Geschäftspartner in einem Jahr, .... ? Welche Rolle hat der Aufsichtsrat bei dieser Prasserei?
In wenigen Wochen werden wir im Landtag ein beinhartes Sparbudget vorgesetzt bekommen, und wir werden uns anhören müssen, wo überall gekürzt werden muss. Jede Wette: bei den Putzfrauen, bei den Kindergärtnerinnen, bei den Krankenschwestern, beim Förderunterricht, bei der Jugendkultur (und NICHT bei den Festspielen), bei den Radwegen (und NICHT bei neuen Straßenprojekten), bei der Bahn (und NICHT beim Flughafenausbau).
Und deshalb ist der skandalöse Bericht zum Flughafen Symptom und Nagelprobe für die längst überfällige Regierungsverantwortung: die Landesregierung als Eigentümervertreter muss zuerst die Prasserei und Selbstbedienung in den eigenen Reihen glaubhaft abstellen, bevor sie bei ihren BürgerInnen das Wort sparen wieder in den Mund nehmen darf. - Diesen Prozess in Gang zu bringen, ist Zweck meiner 80 Fragen für die morgige Debatte im Ausschuss.
In wenigen Wochen werden wir im Landtag ein beinhartes Sparbudget vorgesetzt bekommen, und wir werden uns anhören müssen, wo überall gekürzt werden muss. Jede Wette: bei den Putzfrauen, bei den Kindergärtnerinnen, bei den Krankenschwestern, beim Förderunterricht, bei der Jugendkultur (und NICHT bei den Festspielen), bei den Radwegen (und NICHT bei neuen Straßenprojekten), bei der Bahn (und NICHT beim Flughafenausbau).
Und deshalb ist der skandalöse Bericht zum Flughafen Symptom und Nagelprobe für die längst überfällige Regierungsverantwortung: die Landesregierung als Eigentümervertreter muss zuerst die Prasserei und Selbstbedienung in den eigenen Reihen glaubhaft abstellen, bevor sie bei ihren BürgerInnen das Wort sparen wieder in den Mund nehmen darf. - Diesen Prozess in Gang zu bringen, ist Zweck meiner 80 Fragen für die morgige Debatte im Ausschuss.
Astrid Rössler - 6. Okt, 22:25
