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ENERGIE

Sonntag, 13. Dezember 2009

ENERGIE, KLIMASCHUTZ UND DER BLINDE FLECK

Beim Nacht-Slalom kürzlich in Moskau musste der Schnee für das fragwürdige Event ganze 2.100 Kilometer aus Murmansk mit LKWs herangekarrt werden. Wer darüber den Kopf schütteln möchte, sei daran erinnert, dass wir in Österreich schon ähnliches aufgeführt haben: Für die Weltcuprennen in Kitzbühel wurde der Schnee vom Großglockner antransportiert und sogar per Hubschrauber in Netzen auf die Strecke geflogen. Das war nebenbei bemerkt unerträglich laut, von Energiebilanz und CO2-Ausstoß ganz zu schweigen.

schneekanoneHier in Salzburg feuern derzeit 2.500 Schneekanonen aus allen Rohren, 70 Prozent der Salzburger Pisten werden inzwischen schon mit Kunstschnee versorgt, in einigen Zentren des Schitourismus auch deutlich mehr. Bemerkenswert ist daran, dass man den Klimawandel als Rechtfertigung für neue Beschneiungsanlagen bemüht. Abenteuerliche Investitionssummen werden von der Seilbahn-wirtschaft stolz veröffentlicht, über die Klimabilanz von Schneekanonen, Schiliften und deren Sitzheizungen wird hingegen nobel geschwiegen. Ebenso dezent werden die Staus und Autokolonnen in die Schizentren ignoriert, als gäbe es keinen Zusammenhang zwischen Verkehrszuwächsen und CO2-Problemen. Eine klimaverträgliche Tourismusstrategie ist in Salzburg noch nicht in Sicht, der typische blinde Fleck, wenn es um Handeln im eigenen Verantwortungsbereich geht. Und Klimaschutz ist ja - so hören wir auch im Salzburger Landtag - in erster Linie Bundessache.

Freitag, 4. September 2009

LOKALAUGENSCHEIN: 380 kV-Leitungsabschnitt Bruck

P1020650bFür den 2. Abschnitt der 380-kV-Salzburgleitung von Elixhausen nach Kaprun hat die heiße Phase der Trassenplanung begonnen. Der Verbund macht weiterhin kein Hehl daraus, sich an die Abstandsregelungen des Salz-burger LEG (Landes-Elektrizitäts-gesetzes) nicht gebunden zu fühlen. Besonders schwierig wird eine Freileitung u.a. in der Gemeinde Bruck zu realisieren sein.
Ich habe mir gestern vor Ort die möglichen Trassen angesehen und mit einigen Betroffenen gesprochen. Zumindest für diesen Leitungsabschnitt mit zwei großen Talquerungen (Salzachtal, Fuschertal) drängt sich eine Verkabelung geradezu auf, um Siedlungsgebiet und Landschaftsbild zu schonen.