[>>]

SCHNEE ALS LEBENSADER

Nur Schnee macht die Gäste glücklich, 90 Prozent der Salzburger Wintergäste wollen skifahren oder boarden. Aber auch in der Stadt Salzburg wünschen sich drei Viertel der Gäste Schnee, womit die spannende Idee auftaucht, auch für den Christkindlmarkt ein paar Schneekanonen anzuheuern. Wie es scheint, führt am Schnee kein Weg vorbei.
Mit meinen StudentInnen habe ich heute Al Gore's "An inconvenient Truth" angesehen. Im Film und in unserer Salzburger Realität finde ich dieselben Muster beharrlicher Realitätsverweigerung. Der Klimawandel wird geleugnet oder ignoriert. Anstatt also mit vereinten Kräften gegen den Klimawandel aufzustehen, und da könnte auch ein Bundesland wie Salzburg jede Menge tun, rennen alle wie die Lemminge weiter auf den Abgrund zu, bauen neue Schneekanonen und Speicherteiche. Am Ende bleibt uns nur noch der Gletscher zum Skifahren übrig. - Wäre es da nicht viel sinnvoller, sich nachhaltigen Konzepten anzuschließen, die schon heute auf Energiesparen, mehr Energieeffizienz und auf den Ausstieg aus Öl und Gas setzen?
Wenn also der Schnee anscheinend unsere Lebensader ist, dann sind wir gut beraten, ab sofort unser Klima wie eine Lebensader zu behandeln. Dieses Ziel zu formulieren und die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen ist Aufgabe der Politik. Mit Ausnahme der Grünen sind alle Salzburger Parteien vor diesem Thema auf Tauchstation gegangen. Höchste Zeit für einen Wandel und für mehr Grün im Salzburger Landtag. Salzburg energieautark bis 2025 ist unser Ziel und es ist machbar.